Escuelita de la Bienvenida

DSC04425Unser Projekt
Die Escuelita de la Bienvenida ist ein pädagogisches und medizinisches Projekt, das vom Verein Escuelita Cochabamba e.V.  finanziert wird. In Cochabamba leben etwa 5000 Kinder in Einrichtungen.

Wie alles begann (2008-2016)

Die Ciudadela, in der wir unser Projekt gestartet haben, war eines von 74 Kinderheimen Cochabambas. Bis Ende 2016 lebten etwa 90 Kinder in mehreren Häusern, den sogenannten Casitas auf dem Heimgelände. Die Ciudadela war ein staatliches Haus, in dem die saarländische Grundschulpädagogin Eva Biard einen einjährigen Freiwilligendienst absolviert hatte. Mit ihrer pädagogischen Erfahrung wurde eine kleine Schule innerhalb des Heimgeländes mit wenigen Mitteln eingerichtet. Den Namen "Escuelita de la Bienvenida - die kleine Schule in der alle willkommen sind" haben die Kinder 2008 selbst erfunden. Damit sich unser Projekt hier ansiedeln konnte, wurden 2008 mit Hilfe der Juristin und Freiwilligenhelferin Birgit Geigle in Zusammenarbeit mit einem Rechtsanwalt aus Cochabamba Convenios (Vereinbarungen) ausgearbeitet. Die Escuelita de la Bienvenida  wurde ein von der Abteilung Kinder- und Jugendschutz der Stadt Cochabamba akzeptiertes, regierungsunabhängiges Projekt. Nach Evas Abreise nach Deutschland wurde die Escuelita ein weiteres Jahr von Birgit Geigle betreut. Seit 2009 wird das Projekt von einer gemeinsamen bolivianischen Freundin offiziell geleitet.

Die Entstehung des Projekts

Die Entstehung des Projekts vollzog sich in drei Phasen innerhalb eines Jahres

  1. Die Betreuung der Kinder von Volontären im ehemaligen Speisesaal
  2. Die Renovierung und Instandsetzung eines Casitas im Gelände
  3. Die Einstellung und Einarbeitung einer Pädagogin und einer Ärztin

Escuelita de la Bienvenida – Die kleine Schule in der alle Willkommen sind

Wir starteten offiziell im Mai 2008 mit einer einheimischen Lehrerin, einer einheimischen Ärztin und Volontären von Projects Abroads. Die etwa 25 Kinder in unserem Projekt besuchen aus verschiedenen Gründen am Vormittag die staatliche Schule nicht. Ihr Alter liegt zwischen 9 Monaten und 12 Jahren. Die Ärztin betreut alle Kinder der Ciudadela. Sie sorgt auch dafür, dass die 80 Kinder einmal pro Woche in der Escuelita eine warme Dusche bekommen. 2009 stellten wir eine weitere Mitarbeiterin, eine Erzieherin, in unserem Projekt ein.

 Wie kam es zum Namen des Projekts

Die Kinder des Heimes wurden befragt, wie die Schule heißen soll. Hintergrund ist, dass dem Verein ein Casita (kleines Haus) zur Verfügung gestellt wurde, das er fortan, bzw. nach einer selbstfinanzierten Instandsetzung, für den Aufenthalt der Kinder zum Spielen, Malen, Basteln usw. nutzen darf. Der damals 5 jährige Samuel machte den Vorschlag für den Namen „ die kleine Schule in der alle willkommen sind“ auf Spanisch Escuelita de la Bienvenida.  Alle Kinder, die die Regelschule nicht besuchen, werden in der Escuelita de la Bienvenida betreut: Babys, Kinder im Kindergartenalter, schulpflichtige Kinder auf deren Papiere über viele Monate gewartet wird sowie Kinder, die  aus verschiedenen Gründen wieder ausgeschult wurden, weil sie noch nicht schulfähig sind.

 

DSC03803Die Kinder der Ciudadela leben aus verschiedensten Gründen hier. Auffallend groß ist der Anteil der Kinder, die von ihren Eltern verlassen werden, weil diese nicht mehr in der Lage sind, sie zu versorgen. Oft sind es mehrere Geschwister, die im Heim abgegeben werden. Viele Kinder wachsen als sogenannte Sozialwaisen auf. Es gibt Mütter oder Verwandte, die den Kontakt zu ihren Kindern im Heim halten, und es gibt Eltern, die den Kontakt abbrechen, weil sie beispielsweise in eine andere Region abwandern müssen oder keine Chance sehen sich zu stabilisieren. Gelingt eine wirtschaftliche oder gesundheitliche Stabilisation können die Kinder in ihre Familie zurückkehren. Die fehlende medizinische Grundversorgung, die unzureichende und schlechte Ernährung, das Nichtvorhandensein von Trinkwasser und Kanalisation führen dazu, dass 9 von 100 Kindern das fünfte Lebensjahr in Bolivien nicht erreichen.

Probleme im Alltag (2008)

  • Die nicht funktionierende Wasserversorgung
  • Die schlechten hygienischen Bedingungen
  • Die Krankheiten
  • Der Mangel an Personal
  • Die umfangreichen Arbeiten für die Kinder
  • Das Verlassensein über viele Stunden
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